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Harndrang

Inkontinenz, Blasenschwäche & Co.: Oft hilft Beckenboden-Training

Zugegeben, das ist ein Sch...-Thema. Wir sollten aber dennoch drüber sprechen und der Sache auf den Grund gehen. Denn Inkontinenz ist nicht gleich Inkontinenz. Und je nach Ursache ist auch eine andere Form der Behandlung nötig. In den meisten Fällen kannst du Inkontinenz jedoch mit Training der Beckenbodenmuskeln selbst therapieren.

Inkontinenz: Was ist das?

Inkontinenz wird von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft definiert als „die fehlende oder mangelnde Fähigkeit des Körpers, den Blasen- und/oder Darminhalt sicher zu speichern und selbst zu bestimmen, wann und wo er entleert werden soll“. Die Folgen: Unwillkürlicher Urinverlust oder Stuhlabgang. Bei unwillkürlichem Urinverlust handelt es sich um eine Harn-Inkontinenz, die oft auch einfach als „Blasenschwäche“ bezeichnet wird. Kann jemand seinen Stuhlgang nicht bewusst kontrollieren, sprechen Mediziner von Stuhl-Inkontinenz.

Welche Formen von Harn-Inkontinenz gibt es?

Je nach Ursache des Urinverlustes unterscheiden Mediziner verschiedene Formen der Harn-Inkontinenz. Die wichtigsten sind:

  • Belastungs-Inkontinenz
  • Drang-Inkontinenz
  • Überlauf-Inkontinenz
  • Reflex-Inkontinenz
  • Enuresis (nächtliches Einnässen bei Kindern)
  • Nykturie (nächtliches Wasserlassen bei Erwachsenen)

Spritzer in die Hose: Belastungs-Inkontinenz

Heben, Tragen, Husten, Niesen oder Lachen – all das sind alltägliche körperliche Belastungen, die eine sogenannte Belastungs-Inkontinenz (fälschlicherweise auch als Stress-Inkontinenz bezeichnet) auslösen können. Diese Form der Inkontinenz ist – besonders unter Frauen – weit verbreitet. Weil bei den Betroffenen oft der Schließmechanismus der Harnröhre geschädigt ist – etwa nach einer Schwangerschaft, verlieren sie den Urin typischerweise in Form von Spritzern. Auch hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre kommen als Auslöser in Betracht. Männer haben typischerweise nach einer Prostata-Operation eine Belastungs-Inkontinenz. Ob Mann oder Frau: Jeder kann die Belastungs-Inkontinenz durch Beckenboden-Training heilen.

Von jetzt auf gleich: Drang-Inkontinenz

Typisch für eine Drang-Inkontinenz ist ein überfallartiger Harndrang. Die Betroffenen müssen von jetzt auf gleich und können den Urin oft auch nicht halten bis sie eine Toilette erreicht haben. Eine Drang-Inkontinenz ist oft ein Zeichen für eine überaktive Blase. Als Ursachen kommen infrage: ein instabiler Blasenmuskel, eine Blasenentzündung oder auch ein Tumor. Wichtig ist deshalb eine Untersuchung durch einen Arzt, damit eine neurologische Erkrankung ausgeschlossen werden kann. Eine Drang-Inkontinenz wird in der Regel mit Medikamenten behandelt.

Randvolle Blase: Überlauf-Inkontinenz

Bei einer Überlauf-Inkontinenz kommt es zu einem unkontrollierbaren Überlaufen der Blase. Bei voller Blase fließt der Urin dann einfach ab. Ursache ist eine blockierte Harnröhre oder eine schwache Blasenmuskulatur. Als Auslöser der Muskelschwäche kommen Nervenschädigungen in Betracht. Eine blockierte Harnröhre kann durch Tumore oder Harnsteine verursacht werden. Männer sind häufiger als Frauen von einer Überlauf-Inkontinenz betroffen. Auslöser ist typischerweise eine gutartige Prostata-Vergrößerung.

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